Damals noch in der Opposition hat sich Renate Rennebach als Sektenbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion schon 1998 für die Interessen der Opfer ritueller Gewalt in satanistischen Kulten eingesetzt. So forderte sie gemeinsam mit weiteren Mitstreitern aus ihrer Fraktion -darunter auch die gegenwärtige Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt- mit einer sogenannten „Kleinen Anfrage“ die Bundesregierung auf, Stellung zum Phänomen des rituellen Mißbrauchs und seiner möglichen Bekämpfung durch bessere Prävention, härtere Strafgesetze und rigidere Strafverfolgung zu beziehen. Wie anhand der Antworten der damals amtierenden Bundesregierung nachzulesen ist, werden die Brisanz des Themas und die Leiden der Opfer von der Staatsgewalt immer wieder unterschätzt – leider oft auch unabhängig von der jeweils amtierenden Bundesregierung.