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Ulla Fröhling (*1945) ist Soziologin, Journalistin und Autorin. Journalistische Schwerpunkte: gesellschaftliche Tabus wie Inzest und Langzeitfolgen sexueller Gewalt. Aber auch Sucht, organisierte Kriminalität und Sekten. Als Ausgleich schreibt sie humoristische Kurzgeschichten.
Sie erhielt den Journalistinnenpreis (1992), die EJ Fellowship der FU Berlin für ihr Projekt „Trauma, Tabu und Sprache" (1999) und den Media Award der ISSD (New Orleans 2001) für ihre Mitarbeit am ARTE-Themenabend „Gezeichnet für’s Leben? Kindesmißbrauch und die Folgen". Sie war Sachverständige in Brüssel zu „Kindesmißbrauch und Kindesentführung in der EU", bei Bundestagsanhörungen zu „Destruktiven Kulten und rituellem Missbrauch" und als Dozentin der Kripo Niedersachsen zu Sektenkriminalität.
Ihr Tatsachenbericht „Vater unser in der Hölle" wird als „erste deutsche Tiefenstudie einer Patientin mit dissoziativer Identitätsstörung mit einer Geschichte von massivem häuslichen Mißbrauch, Kinderprostitution und ritueller Gewalt" bezeichnet (Onno van der Hart 1997). Das Buch löste eine Bundestagsanfrage und Untersuchungen zu Ritueller Gewalt aus.
Durch ihre jahrelangen Recherchen zu dissoziativen Störungen bringt sie ihr Fachwissen und ihre in- und ausländischen Kontakte zu Betroffenen und Fachleuten in die Stiftung ein.