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BRIEF AN DIE SPD |
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Renate Rennebach 13.03.2004
Liebe Genossinnen und Genossen.
Als ehemalige Sektenbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion und Sprecherin der Fraktion in der Enquetekommission „Sog. Sekten und Psychogruppen", die von 96-98 getagt hat (Das Ergebnis könnt Ihr im Internet nachlesen), habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, Opfern von rituellem Missbrauch in satanischen (oder auch nur so genannten) Kulten zu helfen. Diese Opfer sind meist dissoziativ (multipel) und haben große Schwierigkeiten im Leben klarzukommen. Wenn sie eine gute TherapeutIn gefunden haben, ist es schwierig die Therapie zu finanzieren. Die Krankenkasse (wenn sie überhaupt versichert sind) zahlt nur eine begrenzte Zeit; eine wirksame Therapie für langzeittraumatisierte Menschen kann zehn und mehr Jahre dauern, um nachhaltig zu wirken.
Diesen Menschen ist unvorstellbares Leid geschehen. Sie wurden, meist schon als Baby, bzw. als Kleinkind von den Eltern, Verwandten oder Fremden (an die sie für Geld verliehen wurden) missbraucht. Der Ausstieg aus diesen Familien bzw. Kulten bedeutet für die Opfer große Gefahr, sie werden verfolgt, beobachtet und immer wieder zu Missbrauchsveranstaltungen abgeholt.
[...]
Zusammen mit einigen Freunden*, die sich ebenfalls mit dem Thema beschäftigen, habe ich Ende 2002 eine Stiftung gegründet. Diese Stiftung hat inzwischen die vorläufige Gemeinnützigkeit erlangt, so dass auch Spendenquittungen erteilt werden können. Es ist aber eine Stiftung, die nicht den großen Stifter hat, sondern sie ist auf jeden EURO angewiesen. Zugegeben ein mutiges Projekt, weil auch das Thema nach meiner Erfahrung die Leute zwar fürchterlich erschüttert, aber eher dazu bringt weg zu schauen als aktiv zu werden!
Wir alle hören viel von Kinderpornographien im Internet, aber keiner fragt nach, was eigentlich mit den kleinen Kindern geschehen ist, die die unfreiwilligen Hauptdarsteller dieser Videos waren.
Ich weiß, dass ganz viele Organisationen und Projekte mit der Bitte um eine Spende an Euch herantreten, trotzdem habe ich den Mut, Euch zu bitten auch noch etwas Geld für die „Stiftung für Opfer von ritueller Gewalt„ zu geben. Jeder EURO wird helfen, das durch ungeheuerliche Verbrechen geschehene Leid zu lindern. Im voraus möchte ich mich ganz herzlich bedanken.
Renate Rennebach Stiftung Berliner Bank AG Nummer: 3040803532 BLZ 10020000
Solltet Ihr den Wunsch nach mehr Information haben, bitte schickt mir eine Mail: renate.rennebach@t-online.de. Ich werde sofort antworten.
Es grüßt Euch herzlich
Renate Rennebach
* die Freunde sind u.a. : Ulla Fröhling, Autorin und Journalistin, und Rainer Fromm, Fernsehjournalist (vorwiegend ZDF)
Stand vom 4.4.2009
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